Buchtipp: Mit Pfeil, Kreuz und Krone. Nationalismus und autoritäre Krisenbewältigung in Ungarn

pfeilkreuzkrone„Gott, segne die Ungarn!“ Mit diesem Satz beginnt das nationale Glaubensbekenntnis in der neuen ungarischen Verfassung. Die Stephanskrone mit dem schiefen Kreuz wurde als nationales Symbol von Viktor Orbán ins Parlament verlegt. Ein Symbol ist dies vor allem aber für die massiven Umbrüche in Ungarn. Als „nationale Revolution“ bezeichnet Ministerpräsident Orbán die Regierungsübernahme durch seine Partei Fidesz. Die damit einhergehende Nationalisierung und Etablierung völkischer Prinzipien und vor allem die damit einhergehe nden Folgen für die ungarische Gesellschaft sind Kerninhalt dieses im Jänner 2013 erschienenen Buches. Die AutorInnen setzen sich kritisch mit den massiven Umwälzungen innerhalb der ungarischen Gesellschaft auseinander, die vor allem für die Schwächsten, jene, die am Rande dieser Gesellschaft stehen, weitreichende Konsequenzen bedeuten. Der Band zeichnet das Bild eines Landes, das in seiner Geschichte nie genügend Zeit für tatsächliche Demokratisierungsprozesse bekam, wo Sündenbockpolitik zur Staatsdoktrin erhoben wird und nicht nur KritikerInnen der Regierung um ihre Existenz fürchten müssen.

Holger Marcks, Andreas Koob, Magdalena Marsovszky (2013): Mit Pfeil, Kreuz und Krone. Nationalismus und autoritäre Krisenbewältigung in Ungarn. Unrast Verlag, Münster. 208 S. ISBN 9783897710474

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