Veranstaltungstipp: „Krieg. Stell dir vor, er wäre hier“ | „Europa – quo vadis?“ Theater und Diskussion

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Mittwoch, 13. Jänner 2016, 19.00 – 21.30
Arge Kultur Salzburg, Ulrike-Gschwandtner-Straße 5
Eintritt: Theaterstück: €14.- erm. €7.-, Podiumsdiskussion freier Eintritt

19.00: Theaterstück: „Krieg. Stell dir vor, er wäre hier“ von Janne Teller
Produktion MAZAB | Regie und Bühne Markus Steinwender | Bühne und Kostüme Leonie Reese | Musik, Fotos auf der Bühne und Dramaturgie Peter Malzer | Spiel Elisabeth Nelhiebel | http://www.mazab.at

Stell dir vor, es ist Krieg – nicht irgendwo weit weg, im Irak oder in Afghanistan, sondern hier in Europa. Die demokratischen Staaten sind zusammengebrochen und faschistische Diktaturen entstanden. Seit Jahren bekämpfen sich Franzosen, Deutsche, Italiener und Griechen. Die Städte sind zerstört, die Wirtschaft liegt brach und nirgends ist es sicher. Es regieren Angst, Kälte und Hunger in Europa. Wer kann, flieht in den Nahen Osten, wie der 14-jährige Protagonist. In einem ägyptischen Flüchtlingslager versucht er mit seiner Familie ein neues Leben zu beginnen. Weil er keine Aufenthaltsgenehmigung hat, kann er nicht zur Schule gehen, kein Arabisch lernen, keine Arbeit finden. Er fühlt sich als Außenseiter und sehnt sich nach Hause. Doch wo ist das?

20.00: Podiumsdiskussion: „Europa – quo vadis“
Mit:

Corinna Milborn, Journalistin, Autorin, Politikwissenschaftlerin
Thomas Roithner, Friedensforscher, Journalist und Autor
Johannes Voggenhuber, ehem. Mitglied des europäischen Parlaments
Elisabeth Nelhiebel, Schauspielerin
Moderation: Stefan Wally, Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen.

„Krieg. Stell Dir vor, er wäre hier.“ Der radikale Perspektivenwechsel des gleichnamigen Stückes von Janne Teller ist gleichermaßen provokant wie aufschlussreich. Auf jeden Fall wirft er die Frage auf, was Krieg in und aus Europa macht. Die aktuellen Kriege im Nahen Osten und die dadurch hervorgerufenen Flüchtlingsbewegungen machen Europa endgültig zur Einwanderungsregion mit all seinen Risiken, Herausforderungen und Chancen. Sie fordern eine zunehmend polarisierte europäische Gesellschaft heraus, die mit beeindruckenden Willkommensgesten genauso wie mit xenophoben Abwehrkämpfen bis weit in die gesellschaftliche Mitte hinein reagiert. Die zunehmende Polarisierung und die offene Forcierung von Partikularinteressen werden noch verstärkt durch terroristische Anschläge und ein Klima der Angst und der Abschottung.
Das Friedensprojekt Europa steht vor seiner historisch größten Herausforderung. Wie wird es sich nachhaltig verändern?

Veranstalter: Friedensbüro Salzburg, ARGEkultur Salzburg, Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, MAZAB

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