2 Replies

  1. Ja es gibt schon unhöfliche Menschen. (Ich gehe mal nicht auf vermutliche Intelligenz ein, die sich aus deren Argumenten schließen lässt.) Du hast jedes Recht zur Unsicherheit und zur freien Entscheidung. Ich bin leider ungewollt kinderlos, kenne aber dennoch die Palette der direkten und indirekten Vorwürfe… vielleicht müssen sich manche ihre Mutterrolle auch tatsächlich schön reden, weil sie sich selbst nicht eingestehen wollen, dass sich ihre Zweifel bestätigt haben… Ich wünsche dir alles Gute und viele wertschätzende Diskussionen, die dir bei der Entscheidungsfindung helfen. Lg Frau Einstrich

  2. Merkwürdig, dieser Wahn, man müsse im übervölkerten Europa immer noch mehr Menschen in die Welt setzen. Und das bei steigender Produktivität und einem wachsenden Heer von Arbeitslosen bzw. Unterbeschäftigten.
    Ich bin ja zu blöd, um das auszurechnen, aber vielleicht kann es jemand, der sich mit Statistik auskennt:
    Wenn es auch nur seit 1945 keine einzige Frau gegeben hätte, die nicht wenigstens ein Kind bekommen hätte – wie hoch wäre die Bevölkerungszahl in Österreich oder Deutschland? Hätten wir noch einen grünen Halm in den Städten? Wo stünden all die Wohnhäuser für die vielen Menschen? Wie viel Naturlandschaft hätten wir zusätzlich versiegeln müssen? Woher kämen all die Jobs, nach denen heute schon gesucht wird?
    Das Märchen, wir bräuchten immer mehr Leute um die Renten zu bezahlen, ist eine der erfolgreichsten Gehirnwäschen der Neoliberalen. In Wiklichkeit wollen die nur ihre Privatrente an den Mann bringen. Alle sollen Angst vor der Altersarmut haben. Diese kommt aber von allzu niedrigen Löhnen. (Jedenfalls in Deutschland. Ich habe immer den Eindruck, in Österreich ist es noch nicht ganz so schlimm.)
    Wir kinderlosen Frauen haben ein Leben lang gearbeitet und Steuern abgeführt. Mit unseren Steuern und Sozialabgaben wurden Kindergärten und Schulen gebaut, Lehrer und Lehrmittel bezahlt, Renten für die gegenwärtige Rentnergeneration ausgezahlt…. Und dadurch haben wir uns selber Rentenansprüche erworben, denn so funktioniert der Generationenvertrag: Indem man für die Rentner sorgt, bis man selber zu ihnen gehört.
    Ja, die Mütter tragen eine große Last! Ich habe einen Heidenrespekt vor jeder Frau, die sich das traut. Ich hätte es mit meinem Schichtdienst nicht hinbekommen. Und ehrlich gesagt habe ich in meinem ganzen Leben nie auch nur eine Minute lang den Drang verspürt, mich fortzupflanzen.
    Damit habe ich es unterlassen, einen zukünftigen Verbraucher zu produzieren! Niemanden, der Ressourcen verbraucht, eine Wohnung benötigt, den Bedarf an Massentierhaltung vergrößert, mit einem Auto die Luft verpestet, und eines Tages Rente beansprucht!
    Ich habe für alle bezahlt, und zwar den höchsten Steuersatz, und habe nie etwas in Anspruch genommen – bis eben auf das Altersruhegeld. Alt werden wir nun mal alle, wenn nichts dazwischen kommt. Aber ich brauchte niemals Kindergeld, und meine Krankenkasse hat auch nur für mich gezahlt und nicht für familiären Anhang.
    Seit Jahrzehnten reden wir von der „Überbevölkerung in der Dritten Welt“ – wo drei oder fünf Personen auf einem Quadratkilometer einsam herumstehen.
    Bei uns drängeln sich ungefähr 250, aber was wir dringendst brauchen, sind noch mehr Menschen!
    Bei uns in Deutschland wird eine große Anzahl von Schulkindern in die Welt entlassen, die nur schlecht lesen und schreiben kann. Anstatt diese Kinder zu unterstützen, dafür zu sorgen, dass sie später mal einen guten Arbeitsplatz bekommen und anständiges Geld verdienen können – lässt man sie gleichgültig in die Armut sinken.
    So haben wir ein Heer von Leuten, die nie im Leben in der Lage sein werden, sich ausreichende Rentenansprüche zu erarbeiten.
    Aber wir brauchen natürlich immer mehr Leute, um die Renten zu bezahlen!
    Ja logisch. Die Kinderlosen haben Schuld! Was sind das für dreiste Weiber, nicht wahr, die einfach ihr Leben lang arbeiten und alles bezahlen. Das habe ich übrigens gerne gemacht! Ich gehöre überhaupt nicht zu denen, die glauben. Steuern wären Raub. Wer in einer Gemeinschaft lebt, hat auch die Verpflichtung, je nach Können zu ihrer Erhaltung beizutragen.
    Aber da gibt es nicht nur diesen einen einzigen Weg: Kinder.

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