I have a dream!

Als ich noch nicht einmal geboren war, ist Österreich der europäischen Union beigetreten. Ich gehöre zu den privilegierten Menschen, die mit der Idee eines gemeinsamen Europas aufgewachsen sind. Zu den Menschen, die bei den Familienurlauben nie einen Pass an der Grenze zeigen mussten. Als ich drei Jahre alt war, leerte ich beim Weltspartag mein Sparschwein […]

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Seifenblasen für alle

Lange habe ich überlegt, ob ich über die Menschen, die gerade auf ihrer beschwerlichen Flucht auf dem Weg nach Europa sind, schreiben soll. Oder über jene, die bereits angekommen sind. Oder doch über die tausenden HelferInnen, die unermüdlich zeigen, was der Staat nicht schafft. Über die, die die Flüchtlinge nicht hier haben wollen oder ihnen […]

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Weltjournal „Europas Rechte – von radikal bis populistisch“

In den vergangenen Jahren sind in weiten Teilen Europas rechtspopulistische Parteien auf Erfolgskurs gegangen, sind aus den Bierzelten und Internet-Foren heraus bis in die politische Mitte der Gesellschaft vorgedrungen. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten punkten sie mit der Sorge vor Zuwanderung und vor allem mit der Angst vor dem Islam. Bei Regierungsbildungen sind Rechtsaußen-Parteien immer öfter […]

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Buchtipp: Aufmarsch. Die rechte Gefahr aus Osteuropa

„Der Leser erfährt aus erster Hand, wie die Netzwerke der rechtsextremen und radikal nationalistischen Gruppen funktionieren und warum sich relativ viele junge Menschen, keineswegs nur aus der Unterschicht, von der Demokratie abwenden und als Verlierer der Globalisierung auch den Glauben an die Politik verlieren.“ Paul Lendvai „Ein Standardwerk über Rechtsradikalismus in Osteuropa.“ Frankfurter Rundschau „Ein […]

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Buchtipp: Mit Pfeil, Kreuz und Krone. Nationalismus und autoritäre Krisenbewältigung in Ungarn

„Gott, segne die Ungarn!“ Mit diesem Satz beginnt das nationale Glaubensbekenntnis in der neuen ungarischen Verfassung. Die Stephanskrone mit dem schiefen Kreuz wurde als nationales Symbol von Viktor Orbán ins Parlament verlegt. Ein Symbol ist dies vor allem aber für die massiven Umbrüche in Ungarn. Als „nationale Revolution“ bezeichnet Ministerpräsident Orbán die Regierungsübernahme durch seine […]

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„Nach unserer Ansicht gibt es keine Diskriminierung.“ Kontinuitäten einer Sündenbockpolitik

Anständige Zigeuner zu töten, das versaut bloß die Message. sagt ein Polizist zu einem anderen. Die beiden stehen in einem von Schüssen durchlöcherten Haus einer ermordeten Roma-Familie. eine Schlüsselszene des Films Csak a szél (Just the wind“) von Benedek Fliegauf, der auf der Berlinale 2012 ausgezeichnet wurde und die Zeit einer Mordserie in den Jahren 2008 und 2009 nachzeichnet, zu deren Höhepunkt vier mittlerweile verurteilte […]

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Abschied von der Demokratie?

Paul Lendvai bezeichnet Ungarn als „verführbare Nation“. Eine Nation, traumatisiert durch Fremdherrschaft und Gebietsverluste – der „Vertrag von Trianon“ scheint, obwohl bereits lange vergangen, wie ein Damoklesschwert über den ungarischen Identitäten zu schweben. Die „Republik Ungarn“ wurde von der Regierung Viktor Orbáns in „Ungarn“ umgewandelt. Man wandte sich vom republikanischen Gedanken ab – ein Ungarn der völkischen Traditionen erscheint als […]

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